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Geschichte von Baarsdorf

Heute wollen wir über die Geschichte von Baarsdorf berichten. Der Ort wird 1398 erstmalig urkundlich erwähnt und 1938 nach Nieder Seifersdorf eingemeindet. Die Deutung des Ortsnamens ist: „Dorf des Barthel“, der Dorfgründer könnte ein Bartholmäus gewesen sein. Im Stadtbuch Görlitz jedoch stand „Barsdorff“ in Verbindung mit dem Namen „Tiecze“ (obersorbisch: „Bartecy“). Es gab im Laufe der Jahre die verschiedensten Schreibweisen.

 

Baarsdorf kämpfte, wie alle anderen Gemeinden der Umgebung, mit den verschiedensten Katastrophen. So kamen 1431 die Hussiten und brandschatzten. Im Jahre 1473 gab es von April bis Martini (11. Nov.) nur einen Tag Regen; 1475, 1542, 1729 und 1730  herrschten Heuschreckenplagen; 1583 suchte alle ein sehr strenger Winter heim; 1591 sowie in den Jahren 1631 bis 1680 wütete die Pest. 1612 gab es im Oktober schon Schnee und 1616 war der Sommer so heiß, dass die Brunnen versiegten. 1683, am 23. März, gab es Hochwasser.

Für die Ansiedlung, das spätere Baarsdorf, war sicher wieder die Nähe des Schwarzen Schöps wichtig. Der Bach schlängelte sich durch die ehemals feuchte Ebene. Die Gebäude wurden auf dem etwas westlich höhergelegenen Gelände errichtet. Für jede Familie wurde eine fränkische Hufe (2500 Meter x 125 Meter) gerodet. Zur Information: eine Hufe war in einem Jahr mit einem Gespann zu bewirtschaften. Ihre Besitzer wurden als Hüfner bezeichnet. Später änderten sich die Größen der Grundstücke durch Teilungen und Verkäufe, somit gab es dann Halbhüfner (Besitzer einer halben Hufe), Gärtner (Kleinbauer) und Häusler.

Noch heute erkennt man an Baarsdorf deutlich den Waldhufenort. Man findet nur wenige Dörfer mit so einer gleichmäßigen  Einteilung der Gehöfte.  Alle sechzehn Wirtschaften befanden sich einst östliche der Straßenseite von Baarsdorf. Die Drei- oder Vierseithöfe, mit ihren nach Osten zeigenden Wohnungen waren umgeben von Bauerngärten und Koppeln. Über kleine Brücken des einstigen Dorfbaches konnten sie ihre Wiesen erreichen. Diese wurden vom Schöps gen Osten begrenzt. Besagter Dorfbach wurde später zur Vermeidung von Hochwasser vergrößert (im Volksmund „Flutgraben). Mit dem Neubau von Hallas Wehr, im Zeitraum der Entstehung des Stausees, kam es erneut zu einer Veränderung des einstigen Dorfbaches. Er wurde jetzt wesentlich breiter und tiefer, auch die Lage des Flußbettes änderte sich. Es entstand der heutige „Schwarze Schöps“. Aber zurück zu den Bauernhöfen. Über die Straße führte ein Weg von den Höfen durch die Äcker bis an die Fischteiche und Wälder. Seifersdorf, Attendorf und Baarsdorf waren einst von unzähligen Fischteichen umgeben. Sie fielen in den 70er Jahren der Melioration zum Opfer.

 1506 kauften die Brüder Hans und Georg von Nostitz nebst Neffen Wolf(f?) von Nostitz das Dorf Baarsdorf von Georg von Döbschütz ab. 1508 kam es zu einer Teilung des Besitzes derer von Nostitz. Wolf(f?)von Nostitz erhielt Gut Ullersdorf nebst Wald und Wiesen zu Quitzdorf, die Dörfer Jänkendorf und Kaana sowie das Vorwerk zu „Baarsdorf“. 1608 erwarb Elias von Nostitz Ullersdorf und Baarsdorf. 

1635 verfasste Hans von Nostitz mit Hilfe des Gerichtes die Ullersdorfer Gerichtsordnung mit  10 Artikeln. Zum Zahltag wurde diese vorgelesen. Wer nicht zahlen konnte wurde nach 14 Tagen „gefänglich eingezogen“ bis er seinen „Gegenpart zufriedengestellt“. Dies betraf auch die Baarsdorfer.

1665: Elias Caspar von Nostitz ist der neue Besitzer von Ullersdorf und Baarsdorf. 1680 wird ein gewisser Elias Scholz als Dorfschulze von Baarsdorf genannt. 1726 führte Johann H.G. von Nostitz eine Arbeitszeitenreglung ein. Die Baarsdorfer Bauern führten einen 15jährigen Prozess gegen die Herrschaft von Ullersdorf, von 1718 bis 1733, welcher durch einen Rezess mit J.H.G. von Nostitz mit seinen Untertanen geschlossen wurde.

1821 wurde die Aufhebung der Leibeigenschaft verkündet, aber nur allmählich durchgeführt. 1822 begann der Freikauf der Baarsdorfer Bauern. Dieser zog sich über Jahrzehnte hin, zum Teil wurden Darlehen aufgenommen.

1828 bis 1848 befand sich der Gerichtskretscham im Besitz von Gotthelf Benjamin Wilhelm Schoenfelder (heute 8 WE in Baarsdorf).

Von 1833 bis 1866 gab es in Baarsdorf eine Schule, die von Nieder Seifersdorf betreut wurde. Aufgrund zurückgehender Schülerzahlen musste sie geschlossen werden. Sie befand sich auf dem heutigen Wäscheplatz der Familie Flex. Das Gebäude wurde 1921 abgerissen. In kirchlicher und schulischer Hinsicht war Baarsdorf von jeher Seifersdorf angesiedelt.

1937 hatte Baarsdorf 112 Einwohner, 1938 wurde es, wie schon erwähnt, nach Nieder Seifersdorf eingemeindet.

Bleiben Sie gespannt bis zur nächsten Ausgabe

Ihr Heimatverein und Ihre Kirchengemeinde von Nieder Seifersdorf

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Februar 2019

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April 2019

Mai 2019

Juni 2019

Juli 2017

Die Wehren

Diehsa

Jänkendorf

ffwjaenkendorf

Nieder Seifersdorf

Thiemendorf

 

Einrichtungen

In Diehsa zu vermieten:

Sehr schöne und große 2-Raum-Wohnung, WZ, SZ, Küche, Bad mit Wanne im Pfarrhaus (ca. 71 qm) zu vermieten.

Gartennutzung ist möglich. Besichtigung jederzeit nach vorheriger Anmeldung.

Zu erfragen: Bei den Mitgliedern des Gemeindekirchenrats oder bei Pf. Spengler (03588 201926 oder 035827 70320)

Die nächste öffentliche Gemeinderatssitzung findet

am Donnerstag, dem 16.05.2019  um 19.30 Uhr im Saal des Kulturhauses Jänkendorf

statt.

Die genaue Tagesordnung entnehmen Sie bitte den ortsüblichen Bekanntgaben.

Interessierte Bürger sind herzlich eingeladen.

 

 

 

 

 

 

 

Gewerbeamt und Steueramt:

Verwaltungsverband Diehsa,

Kollmer Straße 1,

02906 Waldhufen,

Tel: 035827/719-0;

Fax: 035827 / 719 25

Dienstag 14 - 18 Uhr

Donnerstag 08 - 12 Uhr

Sprechzeiten des Bürgermeisters im Juli 2019

Dienstag, den 09.07. von 13.00 - 17.00 Uhr

Dienstag, den 16.07. von 13.00 - 18.00 Uhr

Dienstag, den 23.07. von 13.00 - 18.00 Uhr

Dienstag, den 30.07. von 13.00 - 18.00 Uhr

Es besteht jederzeit die Möglichkeit, Termine außerhalb dieser Sprechzeiten zu vereinbaren.

Der heiße Draht zur Gemeinde

Telefon: 03588 / 25 49 0

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oder

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Öffnungszeiten Gemeinde

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