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Ein Thüringer Professor schreibt nach Diehsa

Zweiter Vorabdruck aus dem in unserer Mai-Nummer angezeigten Brehmbuch von H. D. Haemmerlein. Im  Kapitel „Herkunft und Heimat“ wirken historische Personen aus unserer Gemeinde mit

Am 12. Mai 1967 antwortete Professor Dr. Gerhard Buchda auf eine genealogische Anfrage:
„Pfarrer Matthias Reiz ist mit Bertha Brehms Vater identisch. 1797 wurde er vom Grafen Hohenthal nach Döbernitz (mit Beerendorf) bei Delitzsch berufen, ging aber im Mai 1800 auf Berufung des Grafen von Einsiedel nach Diehsa.  
Dort hat er bis 1824 gewirkt.

1824, wohl im April, ist er wieder in die Nähe von Delitzsch zurückgekehrt, seitdem Pfarrer in Brinnis (mit Hohenroda, Luckowehna und Wannewitz); in Brinnis gestorben am 1. 4. 1840.
Verheiratet war Matthias Reiz mit Friederike Salome Lehmann, geb. 25. 5. 1780 in Gleina (Pfarrei Guttau), getraut in Görlitz 21. 11. 1798. Aus dieser Ehe sind 11 Kinder hervorgegangen. Von ihnen starben 2 Söhne früh, so dass  
Matthias Reiz 2 Söhne und 7 Töchter hinterlassen hat. Sein erstes Kind, eine Tochter, wurde 1799 in Döbernitz  geboren. Die folgenden Kinder (2 bis 11) sind alle in Diehsa zur Welt gekommen. Bertha Reiz, geb. 23. 12. 1808,  war das 6. Kind (4. Tochter). Sie heiratete in Brinnis am 11. 9. 1827 den Witwer Christian Ludwig Brehm. (…) In meinem Aufsatz ´Die Stammtafel der Naturforscherfamilie Brehm` habe ich die Familiengeschichte Reiz noch nicht mit bearbeitet. Damit bin ich noch beschäftigt“ .

Empfänger dieser Auskunft war ich; ein prominenter Historiker bestätigte mir damit, was ich eher unwahrscheinlich gefunden hatte – dass ein von mir im April 1967 bezogenes Haus die Geburtsheimat der Mutter Alfred Brehms sein sollte. Heute gibt das eine Gedenktafel bekannt; damals lagen mir nur eine anfragende Postkarte und der Name eines Matthias Reiz in der Pfarrerliste des Ortes vor. Die Kirchenbücher dagegen, die Aufklärung hätten bringen sollen, waren Kriegsverluste. Ich kannte auch noch nicht die dürre Notiz von Alfred Brehm selbst: „Jgfr. Bertha Reiz, geb. 23. 12. 1808 in Diehsa/Oberlausitz“. Sie findet sich in einem Altersmanuskript  Brehms, das nur seine Ahnen der männlichen Linie auflistet und das Buchda veröffentlicht hat. Darin ist zwar die Mutter charakterisiert, aber ihre Herkunft nicht behandelt, und in Buchdas Publikation auch nicht.

Die Lücke wurde durch eine 1969 erschienene weitere Genealogie ausgefüllt. Dr. Wolfgang Huschke, Regierungsarchiv-direktor in Darmstadt, zuvor Staatsarchivrat in Weimar, Thüringer Regionalhistoriker und Herausgeber familiengeschichtlicher Zeitschriften, war über den mütterlichen Reiz-Stamm mit den Brehms verwandt. Persönliche Neigungen und innerfamiliäre Quellen ließen ihn tief in die Vergangenheit vordringen – durch elf Ahnengenerationen Alfred Brehms bis ins Zeitalter der Reformation. Der erste sicher bezeugte
Stammvater ist ein Tischler Hans Reitz aus Ludwigstadt in Oberfranken, 25-jährig dort bestattet 1610. Nach dessen Sohn Conrad, ebenfalls Tischler, sind dann alle männlichen Reiz-Ahnen durch fünf Generationen evangelische Pfarrer gewesen.

Aufgrund meines Interesses an Matthias Reiz, dem fünften dieser Reihe, Großvater Alfred Brehms und Bürger von Diehsa, wie ich wäre ich gern schnell in den Besitz von Huschkes Druckschrift gekommen. Er schickte sie mir, aber sie kam nicht an. Erst nach zwölf Jahren erreichte mich eine weitere Sendung auf dem Umweg über ein wissenschaftliches Institut. Die DDR-Behörden hatten mich vor dem schädlichen Einfluss von Westliteratur geschützt.

Vater Brehm heiratete in seinem ersten Renthendorfer Dienstjahr 1813 die drei Jahre jüngereTochter des örtlichen Rittergutsbesitzers Amalia Wilhelmine Wachter. Sie gebar in zwölf Jahren acht Kinder, von denen nur zwei Söhne erwachsen wurden. Fünf Kinder starben in Lebensaltern zwischen sechs Monaten und sechs Tagen; zuletzt kostete ein totgeborenes Mädchen auch noch das Leben der 38-jährigen Mutter.

Es ist bisher ungeklärt geblieben, wie der Witwer zu Bertha Reiz kam, die 15-jährig mit ihren Angehörigen von Diehsa nach Brinnis verzogen war. Ferner ist die Gattenwahl verwunderlich: Im Eheschließungsjahr 1827 hatte Pfarrer Reiz unter neun Kindern vier ledige Töchter im heiratsfähigen Alter von 27, 22, 20 und 18 Jahren, also alle als denkbare Brehm-Gattinnen bei weitem jung genug. Was mag Friederike, Luise, Emilie bewegt haben, als ihre jüngere Schwester verheiratet davonzog?
Zu wissen genügt wohl, dass Alfred Edmund Brehm, geboren am 2. Februar 1829, der Verbindung des 42-jährigen Ludwig Brehm aus Thüringen mit der 20-jährigen Bertha geb. Reiz aus Diehsa entstammt.


Neben Alfred und weiteren Söhnen hatte Bertha Brehm geb. Reiz nur eine Tochter, die hier porträtierte Thekla.
Schon damals gab es Briefwechsel zwischen Thüringen und unserer Gemeinde: Agnes Dehmel, Pfarrfrau in Diehsa ab 1830, korrespondierte mit ihrer „lieben theuren Freundin“ Bertha Brehm. Das führte zu einem Sommeraufenthalt der 19-jährigen Thekla in Diehsa 1852.

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