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Wer hätte wohl mal dran gedacht ...


Wer hätte wohl mal dran gedacht ...

dass das Leben im Alter auch manchmal Freude macht.
Da sind Kinder und Enkel, die Freude bereiten,
man trifft sich mit Freunden, wie in vergangenen Zeiten.
Braucht man mal etwas an neuer Garderobe,
lässt man es schicken aus einem der Kataloge.

Manchmal kommen liebe Grüße mit der Post,
welche erwartet, welche auch unverhofft.
Man kann telefonieren, mal kurz, mal sehr lang,
denn man ist ja Rentner – Gott sei Dank.
Man kann zum Frisör gehen um hübsch auszusehn,
auch bei der Fußpflege verschönern lassen die Zehen.
Man kann auch verreisen „mal ganz weit“ weg,
denn als Rentner zu sparen hat doch keinen Zweck.

Und hat man an manchen Tagen zu gar nichts Lust,
dann nimmt man wohl ein Wässerchen zur Brust.
Den Mittagsschlaf lässt man sich auch nicht nehmen,
auch wenn man nur kurz im Sessel kann lehnen.
Fast jeder von uns macht noch Zeitungsschau,
damit er hinterher von Neuem ist schlau.
Auch wenn man sich aufregt, was in der Welt so geschieht,
Zeitungen und Fernsehen hat man trotzdem lieb.

Wer einen Hund hat, der führt ihn aus
und freut sich, wenn die Katze heimbringt eine Maus.
Wird einem der eigene Garten zu viel,
dann wird er verkleinert oder man legt ihn still.
Wenn jetzt die Blumen blühen am Haus,
kommt auch bei uns Älteren Freude auf.

So wird es immer sein, auch später noch,
mal gibt es ein Tief und dann wieder ein Hoch.
Und fragt uns jemand: „Was hast du noch vom Leben?“,
dann musst du ihm nur die richtige Antwort geben.
Wir haben zu essen, werden täglich satt,
haben über dem Kopf ein schützendes Dach,
können in Ruhe schlafen jede Nacht,
hat darüber der Fragende noch nicht nachgedacht?

Ich denke, die Freuden im Alter wiegen auf
und deshalb nehmen wir die Leiden auch in Kauf.
So wie heut wird es nicht alle Tage sein,
denn manchmal ist es schön, mal ganz allein!

März 2011                                     Gertrud Feller

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