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Geschichte der FFW Diehsa


111 Jahre Freiwillige Feuerwehr Diehsa - ein historisches Ereignis wurde im Jahr 2000 gefeiert. Anlass genug, um Rückschau zu halten.

Als im Jahre 1889 der Virus Feuerwehr auch die Gemeinde Diehsa erreicht hatte dauerte es nicht mehr lange, dass sich mehrere Bürger des Ortes zusammenfanden, um die Freiwillige Feuerwehr Diehsa zu gründen. Der damalige Kantor, Herr Meth, war es, der im Juni 1889 mit mehreren anderen männlichen Bürgern die Feuerwehr gründete.

Die vorhandenen Löschgeräte und Leitern waren in dem alten Spritzenhaus, welches zwischen Pfarrhaus und der Schule stand und in dem 1914 erbautem Steigerturm untergebracht. Durch den Ausbruch des ersten Weltkrieges kam es erst im Jahr 1919 zur Einweihung. Die Arbeiten beim Bau des Steigerturmes leisteten alle Kameraden freiwillig. Das dazu notwendige Holz wurde nach einem großem Sturm im Gemeindewald geborgen.

Aus alten Zeitungsartikeln, erfuhren wir, dass

am 2. Juni des Jahres 1929 das 40- jährige Gründungsjubiläum unserer Wehr stattfand. Aus diesem Anlass fand der Kreisverbandstag in unserem Ort statt. Er wurde eingeleitet mit einem Fackelumzug und einem Zapfenstreich. Am Sonntagmorgen gegen 07:00 Uhr erfolgte dann eine Übung in Gegenwart aller Wehrleiter. Gegen Mittag wurden die Wehren mit Musik eingeholt und gemeinsam mit den anderen Vereinen unseres Ortes marschierten 43 erschienene Feuerwehren durch den festlich geschmückten Ort. Zu dieser Zeit hatte der Kamerad Emil Günzel das Amt des Wehrleiters inne. Ihm unterstützten 30 Kameraden. Der Bestand an Geräten und Ausrüstungen war zu dieser Zeit nicht sehr groß. Die Wehr besaß eine Handspritze und 80 -100 m Schlauch.

Mit dem Ausbruch des zweiten Weltkrieges im Jahre 1939 kam es wieder zu erneuten Problemen der Wehr. Als dann im Mai 1945 der Krieg zu Ende war, hinterließ er wie überall im Lande auch in unserem Dorf Spuren grauenvoller Verwüstung und Zerstörungen. Vor den nach und nach zurückkehrenden Dorfbewohnern stand die schwere Aufgabe, das Gerettete zu erhalten und das Zerstörte wieder aufzubauen. Auch auf dem Gebiet des örtlichen Brandschutzes sah es trostlos aus. Das Spritzenhaus war zerstört. Die noch vorhandene Handdruckspritze stand ohne Räder auf dem Marktplatz unter freiem Himmel. Türen und Läden des Steigerturmes hatten ebenfalls andere Verwendung gefunden, von Schläuchen und Leitern war kaum noch etwas vorhanden. Aber gerade in dieser Zeit war es notwendig, das noch erhalten gebliebene zu schützen.

Durch den damaligen Bürgermeister Paul Adler wurde im Oktober 1945 eine Versammlung einberufen. Der ehemalige Wehrleiter Emil Günzel war nicht mehr aus dem Krieg zurück gekehrt. Es stand die Aufgabe die Feuerwehr neu zu gründen. An dieser Beratung nahmen 15 Männer des Ortes teil. Fast alle traten der neu gegründeten Wehr bei. Der Kamerad Otto Mühle wurde zum Wehrleiter gewählt. Er führte sein Amt bis Juli 1953. Von diesem Zeitpunkt an übernahm Kamerad Erich Loitsch die Leitung der Wehr. Die Zahl der Wehrkameraden stieg langsam an. Die Wehr erhielt 1945 eine kleine Motorspritze. Außerdem wurde beschlossen, die Handdruckspritze wieder reparieren zu lassen.

Nach einer Niederschrift vom 11. 12. 1947 befanden sich bei einer Bestandsaufnahme im Besitz der Feuerwehr eine kleine und eine große Motorspritze, die noch in Reparatur befindliche Handdruckspritze und ca. 120m C- Schlauch und 60m B-Schlauch.

Infolge Brandstiftung kam es 1947 zum ersten Brand nach dem Krieg an einer Scheune bei Herrmann Roscher. Ein weiterer Scheunenbrand war am 1. 3. 1949 bei Harry Hansch. Bei den Löscharbeiten versagte die große Motorspritze ihren Dienst und konnte nicht mehr repariert werden. Mit einer Eimerkette mussten die Löscharbeiten beendet werden. Am 21. 3.1949 erhielt unsere Wehr eine neue TS 8. Da es ja zu diesem Zeitpunkt noch kein Gerätehaus gab, waren die Löschgeräte immer noch im gesamten Ort verstreut unter gebracht. Im Jahr 1956 war es dann soweit, der Bau eines Gerätehauses konnte beginnen. Baumaterial lieferte die Ruine der alten Schule, benötigtes Bauholz wurde durch freiwillige Spenden aufgebracht. Die notwendigen Bauarbeiten führten die Kameraden selbst durch. Im Herbst 1957 zog dann die vorhandene Technik und Ausrüstung ein. Mit der Übergabe eines Gerätehängers und der späteren Beschaffung eines Zugfahrzeuges wurden die Bedingungen für die Kameraden wesentlich verbessert.

Als dann im Jahr 1960 ein altes Löschfahrzeug vom Typ Opel von der FFW Reichenbach übernommen wurde, machte sich ein Umbau des erst vor ein paar Jahren fertiggestellten Gebäudes notwendig. Ebenfalls waren viele Arbeiten erforderlich, um aus dem Fahrzeug wieder ein ordentliches Feuerwehrauto zu bekommen. Wieder waren es die Kameraden, die ihre Freizeit opferten und tüchtig anpackten, um Fahrzeug und Gebäude in kürzester Zeit fertig zustellen.

Damit es auch auf kulturellem Gebiet in der Gemeinde etwas weiter voran gehen sollte, entschlossen sich die Kameraden, eine Freitanzdiele zu bauen. Die 1960 beginnenden Dorffestspiele wurden von den Feuerwehrangehörigen tüchtig mit unterstützt. Durch Wasserballspiele und Schauvorführungen trugen die Angehörigen unserer Wehr zum Gelingen bei. Aber auch die eigentlichen Aufgaben der Feuerwehr wurden dabei nicht vernachlässigt.

So konnte im Jahr 1963 die Frauenlöschgruppe gegründet werden, sie zählte mit zu den ersten im Kreis. Deren Leiterin war Frau Elsa Joachim. Ebenfalls erfolgte im gleichen Jahr die Bildung der Arbeitsgemeinschaft " Junge Brandschutzhelfer", aus deren Reihen der Nachwuchs für die Feuerwehr hervorgehen sollte. Auch in den jetzigen Reihen unserer Wehr arbeiten noch ehemalige Brandschutzhelfer.

Das Jahr 1972 brachte eine personelle Veränderung in der Leitung der FFW. Der Kamerad Erich Loitsch gab die Funktion des Wehrleiters zur Jahreshauptversammlung am 11. 2. 72 ab. Als neuer Wehrleiter wurde der Kamerad Günter Hamann eingesetzt. Im Jahre 1980 kam es zu einem erneuten Wehrleiterwechsel. Der Kamerad Siegfried Scholze erklärte sich bereit, die Geschicke der Wehr zu leiten. In den Jahren 73 - 75 entstanden erste Planungen zu einem Neubau eines Gerätehauses. Im Oktober 1975 begannen erste Aufräumungsarbeiten an der alten Scheune von Frau Hoffmann. Die Bauarbeiten liefen dann über mehrere Jahre hinweg. Sehr viele Stunden Freizeit opferten die Kameraden, um dieses Objekt umzubauen. Im April 1981 war dann endlich der Tag gekommen, an dem das in Eigeninitiative geschaffene Gebäude an die Feuerwehr übergeben werden konnte. Gleichzeitig erfolgte dann die Übergabe eines nagelneuen Löschfahrzeuges vom Typ LO - LF 8. Nun waren Voraussetzungen gegeben, um eine gute Feuerwehrarbeit zu leisten.

Durch Wohnortwechsel war es dem Kameraden Siegfried Scholze nur möglich die Wehr bis zum Februar 1983 zu führen. Mit Wirkung vom 1. 3. 1983 übernahm dann der Kamerad Reinhard Förster die Leitung der Feuerwehr. Im Jahr 1989 gab es für unsere Wehr einen großen Höhepunkt zu feiern - 100 Jahre Freiwillige Feuerwehr Diehsa. Dieses Fest wurde durch die Kameradinnen und Kameraden gut vorbereitet. Eine Einsatzübung mit Kameraden der FFW Niesky und Schauvorführungen zum Dorffest schlossen die Feierlichkeiten zu unserem Jubiläum ab.

An den Herbst des Jahres 1989 kann sich jeder sicherlich noch recht gut erinnern. Die Öffnung der Grenze brachte auch für uns als Feuerwehr einige Veränderungen mit sich. Im April 1991 erfolgte die Auflösung der Wirkungsbereiche. Die örtlichen Feuerwehren waren immer mehr auf sich gestellt. Trotzdem haben wir immer versucht unsere Aufgabe so gewissenhaft wie möglich durchzuführen. Die Art und Anzahl der Einsätze stieg bei den Feuerwehren stetig an. Auch für unsere Wehr war vieles Neuland, wie z. b. Hilfeleistungseinsätze bei Verkehrsunfällen und Beseitigung von Ölspuren. Die Beschaffung neuer Einsatzbekleidung machte sich notwendig, um eine Gefährdung der Einsatzkräfte auszuschließen. Im Laufe der Jahre kam es auch zu technischen Veränderungen. Neben der Erneuerung der Funktechnik gab es Umstellungen auf dem Gebiet der Alarmierung. Neues Ausbildungsmaterial musste beschafft werden.

Im April 1997 erfolgte die Beschaffung eines Tanklöschfahrzeuges vom Kraftwerk Boxberg, welches uns schon in den letzten Jahre sehr gute Dienste geleistet hat.

Auch auf kulturellen Gebiet sind wir ständig bemüht Aktivitäten zu zeigen. Das Stellen und Werfen des Maibaumes mit Kinderfest nimmt dabei einen hohen Stellenwert ein. Bei der Vorbereitung und Durchführung der jährlichen Dorffeste zeigen wir viele Aktivitäten. Zur Pflege der Kameradschaft treffen sich die Angehörigen unserer Wehr mit Ehepartner zu Vergnügen, Grill- und Kegelabend, Kremserfahrt und Radwanderung.

Wir hoffen für die kommenden Jahre, das wir bei bester Gesundheit die vor uns stehenden Aufgaben meistern und weiterhin dem Spruch

" Gott zu Ehr, dem Nächsten zur Wehr"

 

Termine FFW Diehsa

Nicht vergessen!


13.01.2017
18.00 Uhr Ausbildung
19.30 Uhr Dienstversammlung im Gerätehaus

Ausbildung Jugendfeuerwehr: 20.01.2017 um 17.00 Uhr

So scheint der Mond

Mond am 25.03.2017
Abnehmende Sichel
Abnehmende Sichel
94 % des Zyklus vorüber
Nächster Neumond:
Montag, 27.03.2017
Nächster Vollmond:
Dienstag, 11.04.2017

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Bundespolizei: Ludwigsdorf 03581-36260
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Kampfmittelbeseitigungsdienst0351-85010

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