Powered by JUNGUNDNET.COM

Search, View and Navigation

 
Sie befinden sich hier: Start TOURISMUS Kultur und Freitzeit Muffelwild und Wolf

Muffelwild und Wolf

Das sollte man wissen und beachten

2010 hatte ich Sie informiert, dass nach meinem Wissen ca. 50 Wölfe in unserer Region vorhanden sind und in 10 Jahren, also 2020, sich ca. 500 Wölfe in unserem Land befinden.

Ich glaube, ich habe mich nicht getäuscht. Bereits 2 Jahre später, also 2012, haben wir über 100 Wölfe in unserer Region. Ich habe mir damals Sorgen gemacht, was wird aus unseren Wildbeständen?
Vor 2 Jahren hatten wir noch ca. 400 Mufflons rund um die Königshainer Berge. Zur Zeit sind es noch ca. 150.
Ich habe Anfang Oktober in einer Woche 10 Stück Wild, vom Wolf gerissen, in Attendorf/Nieder Seifersdorf gefunden.
Davon war nicht ein krankes Stück dabei, weil wir nur gesundes Wild haben, was durch die Hege und Bewirtschaftung durch die Jäger vorhanden ist.

Wenn Naturschützer behaupten, der Wolf tut uns Gutes, wenn er das Wild reißt, ein Drittel davon frisst und das andere Wildbrett vergammelt – das verstehe ich nicht.
Die Naturschützer essen ja kein heimisches Wildbrett, die leben ja von mit Sojaschrot und Genmais gefütterten Gatterwild aus der Gefriertruhe. Guten Appetit!

Ich habe noch nie einen Naturschützer gesehen wie Herrn Bathen, der die Ausrottung einiger Tierarten durch den Wolf als eine Art von Erlösung für diese Wildart darstellt. Das Muffelwild ist seit der Jungsteinzeit auf Korsika und Sardinien zu Hause und wahrscheinlich durch Auswilderung durch den Menschen entstanden. Weltweit gibt es über 40 existierende Wildschafformen.

Muffelwild gibt es bereits seit dem 16. Jahrhundert in Österreich. 1902/04 wurde in Deutschland das erste Muffelwild im
Eulengebirge und in der Lüneburger Heide ausgewildert .
Beim Muffelwild spricht man nicht von Moderhinke sondern von Schalenauswachsungen, die durch zu wenig Bewegung entstehen, um die Schalen abzunutzen.
Durch das Auswachsen der Schalen entsteht Fäulnis in den Hornschuhen, dadurch lahmt das Tier. Bei steter Bewegung des Wildes, was nicht zuletzt durch Bejagung entsteht, bilden sich kaum solche Auswachsungen.
Die Schalenauswachsungen haben mit der bakteriell bedingten Moderhinke nichts zu tun.
In den Königshainer Bergen gibt es beim Muffelwild fast keine Auswachsungen, weil das Wild stark bejagt und dadurch in Bewegung gehalten wird.

Die von Herrn Naturschützer Bathen gemachten Beobachtungen des Muffelwildes, dass es kniend im Wald oder an der
Feldkante äst, ist richtig. Das macht das Wild gern nach einem langen Winter oder nach Stresszeiten, wie nach der Brunft, und es entspannt in dieser bequemen energiesparenden Haltung tatsächlich.

Herr Bathen sollte sich einmal mehr über Verhaltensweisen des Wildes informieren.
Der Wolf verbreitet sich weiter in Deutschland und wird neue Probleme bringen – nicht nur bei uns.
Die bei uns Jahrzehnte gut behüteten Fischottern, dafür wurden sogar Straßenunterführungen gebaut, um sie zu schützen, gibt es fast nicht mehr (jedenfalls in Attendorf). Weil die Jungtiere unerfahren und unaufmerksam sind, sind sie eine leichte Beute für den Wolf. Es wird nicht die einzige Wildart sein, die unbemerkt neben dem Muffelwild und Rehwild verschwindet.

Ich bin gespannt, was für Wege gefunden werden und was in Brandenburg und Mecklenburg dafür getan wird, wenn der Wolf die Großtrappen und Raufußhühner reißen wird.
Die Naturschützer haben einmal gesagt, jede Großtrappe ist wie ein Juwel und ist dementsprechend zu behandeln.

Jeder Jäger hat eine starke Verbindung mit dem Wild in seinem Revier.
Er sieht, wie es groß wird, welchen Gefahren es ausgesetzt ist, kennt jede Tierfamilie und fühlt sich verantwortlich, was im Revier vorgeht. Er beschützt das Wild vor Gefahren und erntet den Überschuss.

Verantwortung als Jäger, den Wolf zu schützen ohne ihn zu jagen, lehne ich ab, weil die Gefahr gegenüber dem Menschen durch den Wolf ohne harte Bejagung zu hoch ist. Der Wolf wird nicht in seine Schranken gewiesen, er fühlt sich wohl, hat vor nichts Angst. Ich glaube nicht, dass er Wild, Haustier und Mensch unterscheiden kann.
Man sieht das am besten bei unseren Hunden, die angeblich alle lieb und kinderfreundlich sind  und doch immer wieder den Menschen angreifen und sogar töten.

Das soll keine Panikmacherei sein. Ich mache mir eben Sorgen um die Natur, das Wild und den Menschen.

Weidmannsheil

Werner Lätsch

Seitenanfang