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Alltag


Lassen mich meine lahmen Rentnerbeine nicht draußen gehen, kann ich nur zum Fenster raus sehen.
Attendorf ist ja ein Durchgangsort, da kommen Fahrzeuge immerfort.
Große LKW´s mit Material zu den Betrieben hin, Autos mit Hänger in denen Abfälle drin,
Traktoren mit Agrarmaschinen auf die Felder zu
oder PKW´s für Besorgungen auf die Schnelle im Nu.
Zur Arbeit stellen sich ebenfalls viele ein und fahren natürlich nachmittags wieder heim.
Wollen mal welche schnell nach Thiemendorf kommen,
wird gleich die Abkürzung über Attendorf genommen.
Am Samstag ist es besonders schön,
da brauchen die Kinder nicht zur Schule zu gehen.
Ungeduldig wartet schon lange jedes Kind,
bis auch die zwei Döbschützer gekommen sind.
Sie gehören dazu, das ist ganz klar, weil ja hier ihr „Geburtsort“ war.
Sie treffen sich mit Fahrzeugen aller Art,
je nach Alter mit Fahrrad oder Trempelrad.
Mitten in der Scheunenkurve bleiben sie stehen, da können einem glatt die Haare zu Berge gehen.
Es wird beredet und bedacht, was man so heute wohl macht.
Erst mal ein Wettrennen, gleich wer gewinnt, die Hauptsache, dass alle in Bewegung sind.
Schon kommen zwei mit Netz und Eimer an, mal sehen, ob man irgend etwas fangen kann.
An einem starken Ast übern Bach hängt ein fester Strick daran, mit dem man übers Wasser hangeln kann.
Die Kleinen kommen ständig hinterher, das nervt natürlich die Großen sehr.
Doch kommandieren können auch die kleinsten schon, in einem ganz gewaltigen Ton.
9 Kinder, das 10. Ist noch zu klein, er kann erst später bei der Truppe sein.
Dadurch gehen die Tage so dahin, obwohl ich ja viel alleine bin.
Natürlich gibt’s auch im Haushalt dies und das zu tun,
denn ganz auf der faulen Haut sollte man auch nicht ruhn.
Es kommt aber auch im Alter nicht darauf an was man will, sondern was man kann.

von Marianne Henke
Attendorf

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