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Informationen und Wissenswertes zur Jagd

Das sollten Sie wissen und beachten
Informationen und Wissenswertes zur Jagd in Deutschland durch den Deutschen Jagdschutz-Verband

Der Deutsche Jagdschutzverband (DJV) ist die Vereinigung der 16 deutschen Landesjagdverbände.
Rund 300.000 Jäger sind bundesweit über Landesjagdverbände und der Untergliederungen im DJV organisiert.
Der Verband nimmt die politische und gesellschaftliche Vertretung der Jägerschaft auf nationaler und internationaler Ebene wahr.
Die Landsjagdverbände sind als selbständige Organisation in Kreisgruppen und Hegeringen untergliedert.
Zu den Aufgaben und Zielen des DJV zählen die Förderung der freilebenden Tierwelt im Rahmen des Jagdrechts sowie des Natur-, Landschafts-, Umwelt- und Tierschutzes. Das bedeutet den Schutz und die Erhaltung einer artenreichen und gesunden freilebenden Tierwelt.  Die zunehmend beanspruchten Lebensräume heimischer Tier- und Pflanzenarten gestalten Jäger naturnah und wildfreundlich.
Die ca. 300.000 des DJV sind gleichzeitig staatlich anerkannte Naturschützer. Durch ihre ehrenamtlichen Leistungen entlasten die Jäger den Steuerzahler um jährlich 40 Millionen Euro. Das Engagement der grünen Zunft rechnet sich also für Mensch und Natur.
Die Leistungen der Jäger sind ebenso vielfältig wie wertvoll.
1. Lieferung eines hochwertigen Lebensmittels
Wildfleisch aus heimischen Feld und Wald ist fettarm und reich an den Mineralstoffen Kalium, Phosphor, Eisen,
Kupfer, Zink sowie an Vitamin B2
Das Wildbretaufkommen pro Jahr beträgt in Deutschland rund 25.000 Tonnen,
z. B. Rotwild – 49.700 Stück, 3.120 to; Damwild – 39.200 Stück, 1.200 to; Gamswild – 5.000 Stück – 71 to;
Schwarzwild – 252.000 Stück – 9.960 to; Rehwild – 1.035.000 Stück – 11.000 to; Hasen – 446.000 Stück;
Kaninchen – 287.00 Stück; Fasan – 271.000 Stück; Stockenten – 487.000 Stück
2. Maßnahmen zur Vermeidung von Unfällen mit Wild
Mit dem dichter werdenden Verkehr stieg in den vergangenen Jahren auch die Zahl der Wildunfälle. Rund zehn
Menschen sterben in Deutschland jedes Jahr bei einer Kollision mit einem Wildtier, ca. 2.800 Menschen werden
verletzt. Unter die Räder kommen zudem pro Jahr 220.000 Rehe, Hirsche und Wildschweine. Die Dunkelziffer
ist mindestens genau so hoch. Über 500 Millionen Euro müssen jährlich zur Regulierung von Wildunfällen
aufgewendet werden. Seit Jahren arbeitet der DJV mit anderen Fachverbänden an Strategien, um Wildunfälle zu
reduzieren.
3. Beseitigung von Wildunfällen
Die Beseitigung des Unfallwildes durch die Jäger wird ehrenamtlich durchgeführt und dadurch über 1 Million Kosten
gespart. Unfallwild ist nicht zum Verzehr für den Menschen erlaubt.
4. Jäger helfen bei der Durchführung von Maßnahmen zur Verhinderung von Tierseuchen, z. B. Tollwut, Schweinepest,
Vogelgrippe
5. Umweltbildung für Kinder und Jugendliche
6. Vielfältige Natur- und Artenschutzprojekte
Von ca. 82 Millionen Menschen in Deutschland sind 350.000 Jäger. Von den 35,7 Millionen Hektar Gesamtfläche sind
32 Millionen Hektar bejagbare Fläche.

In Deutschland wird die Jagd durch das Bundesjagdgesetz und die Landesjagdgesetze geregelt.
Die wichtigsten Inhalte sind:
1. Jagen kann nur der, der eine intensive theoretische und praktische Ausbildung in den Fächern Wildbiologie,
Naturschutz, Jagdrecht und Waffenkunde absolviert und eine staatliche Prüfung besteht.
2. Das Jagdrecht ist untrennbar mit dem Eigentum an Grund und Boden verbunden.
3. Die Jagd basiert auf dem Prinzip der nachhaltigen Nutzung. Es wird immer nur so viel gejagt, wie der Tierbestand aus
eigenen Kräften wieder ausgleichen kann. Also in einem Maße, das der natürlichen Regeneration entspricht.
4. Jäger und Grundeigentümer sind zur Hege verpflichtet. Ziel der Hege ist es, einen artenreichen und gesunden
Wildbestand zu erhalten sowie seine Lebensgrundlagen zu pflegen und zu sichern.
5. Durch das Reviersystem werden die Jäger in die Verantwortung genommen, langfristig für den ihnen anvertrauten
Naturraum zu sorgen.
6. Jagdzeiten legen fest, welche Tierarten zu welcher Zeit bejagt werden dürfen. Einige Tierarten, z. B. die Wildkatze,
Seehund, sind ganzjährig geschont. Elterntiere sind grundsätzlich während der Aufzucht der Jungtiere von der    
Bejagung ausgenommen.
7. Detaillierte Abschusspläne, die in Abstimmung von Jägern, Grundeigentümern und Behörden beschlossen werden,
stellen sicher, dass ein gesunder Wildbestand erhalten bleibt bzw. keine überhöhten Schalenwildbestände
vorkommen.
8. Sachliche Verbote, z. B. das Verbot von Schlingen, Vogelnetzen und automatischen Waffen gewährleisten, dass die
Jagd tierschutzgerecht ausgeübt wird.
Jagd- und Schonzeiten regeln gesetzlich, was wann gejagt werden darf. Sie orientieren sich an Paarungs-, Setz-
oder Brutzeiten der einzelnen Tierarten, die dem Jagdrecht unterliegen.
Die Jagdzeiten können in den einzelnen Bundesländern abweichen.

Weidmannsheil
W. Lätsch

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